Im Jahre 1978 eröffnete meine Mutter, Christa Rimmel,eine pädagogische Außenstelle eines Kinderhauses aus Angeln.
Zwei Jungen und ein Mädchen fanden in Flensburg, in dem Haus Am Sattelplatz 2, ein neues Zuhause und ich bekam auf einmal drei Geschwister dazu.
Meine Mutter hatte bereits viele Jahre im sozialen und kirchlichen Bereich gearbeitet, und es vergingen noch weitere neun Jahre, bis sie sich im Jahre 1987 selbständig machte: es entstand das Kinderhaus Regenbogen. Dieser Name wurde mit den Kindern und Jugendlichen ausgewählt. Der Regenbogen symbolisiert unsere Lebenssituation.

In einer großen familienorientierten Gemeinschaft gibt es Regen und Sturm, vergleichbar mit Streit, Ärger, Stress, Problemen, Unzufriedenheit; aber auch Sonne, die die Freude, Wärme, Zufriedenheit und Fröhlichkeit symbolisiert. Alles umspannt der Regenbogen mit seinen bunten Farben, und dies bedeutet die Geborgenheit und Liebe, die jeder Mensch, ob groß oder klein, zum Leben braucht.
Ich hatte inzwischen meine Erzieherausbildung abgeschlossen und dabei auch die Fachhochschulreife erlangt. Danach arbeitete ich in einem Kindergarten und erweiterte meine Perspektiven einige Zeit später mit der Heilpädagogenausbildung. Danach arbeitete ich als stellvertretende Leiterin bei meiner Mutter, im Kinderhaus Regenbogen. In einer berufsbezogenen Weiterbildung vergrößerte ich mein Wissen zum Thema Sexuelle Misshandlung. Dieses Wissen konnte ich gut in meinen Arbeitsalltag integrieren.
Unsere Erziehungsaufgabe wurde durch die unterschiedlichsten Auffälligkeiten der bereits aufgenommenen Kinder und Jugendlichen geprägt. Wir entwickelten uns in den folgenden Jahren zu einem reinen Mädchenhaus (9 Plätze) in familienorientierter Lebensgemeinschaft mit den Schwerpunkten Sexuelle Misshandlung, Heilpädagogische Entwicklungsförderung und Intensive Förderung lernbehinderter Kinder. So vergingen weiter 9 arbeitsintensive Jahre. 1996 übergab mir meine Mutter das Kinderhaus Regebogen. Das Kinderhaus wurde inhaltlich und räumlich umgestaltet, und so entstand das heutige Haus Regenbogen

So vergingen weiter 9 arbeitsintensive Jahre. 1996 übergab mir meine Mutter das Kinderhaus Regebogen. Das Kinderhaus wurde inhaltlich und räumlich umgestaltet, und so entstand das heutige Haus Regenbogen
1997 entwickelte ich gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Flensburg das Konzept der Tagesgruppe Regenbogen und eröffnete diese dann am 01.09.1997. Die Tagesgruppe ist eine ambulante Form der Hilfe zur Erziehung, und soll dazu beitragen, eine Heimunterbringung möglichst zu vermeiden.
Anfang 1999 wurden die Jugendwohngruppe Regenbogen und das Betreute Außenwohnen Regenbogen gegründet mit dem Ziel, Jugendlichen zu helfen, sich früher und in kleineren Schritten auf die Selbständigkeit vorzubereiten.
Anfang 2002 eröffnete ich die Mutter-Kind-Wohngemeinschaft Regenbogen ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Stadt Flensburg. Diese Plätze stehen zurzeit sieben Müttern/Vätern mit ihren Kindern zur Verfügung
Die soziale Gruppe Regenbogen eröffnete ich im Mai 2003. Hier lernen Kinder und Jugendliche (bis zu einem Alter von 16 Jahren) 2 - 3 mal in der Woche in kleinen Gruppen das miteinander Umgehen
Im Dezember 2003 wurde der Bereich "Sozialpädagogische Familienhilfe Regenbogen" eröffnet. Die SPFH soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in unterschiedlichen Bereichen HIlfe zur Selbshilfe geben.
Immer wieder überprüfe ich zusammen mit meinen Mitarbeitern unser Konzept und passe unsere Tätigkeit, in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, den Bedürfnissen der Jugendhilfe an.
Nicht immer passt ein Kind/ Jugendlicher in die vorher genannten Hilfen, und so entwickeln wir dann gemeinsam ganz individuelle Hilfeformen. Diese Flexibilität zeichnet unsere Arbeit und den Erfolg aus. Im Vordergrund stehen immer das einzelne Kind/ Jugendliche und seine Familie.